
Rene und
„der Reifenlutz“
Die Verlosung des TT-Helms von Rico Penzkofer war gerade gelaufen, da erreichte uns noch eine Leserpost. René H. aus Magdeburg konnte aufgrund einer Hand-OP und dem damit verbundenen Krankenhausaufenthalt nicht an der Verlosung teilnehmen, wollte aber unbedingt noch einen Gruss an sein Idol Rico Penzkofer loswerden. Diese kleine Geschichte wollen wir Euch nicht vorenthalten. Hier ist sie:
Hi Rico oder auch "Reifenlutz" (Aufklärung später),
im Jahr 2003 absolvierte ich im betagten Alter von 25 Jahren mein erstes Rennstreckentraining mit einer guten alten (dicken) ZX7R, welche mir anschließend noch ein paar Jahre die Treue hielt. Es ging an den Lausitzring zu den durch Bike-Promotion veranstalteten Pirelli-Days. Die Veranstaltung fand damals direkt im Anschluss an das IDM-Wochenende statt, dem wir als Daumendrücker in Udo Reichmann´s Box (damals auch von einigen liebevoll "Kiesbett-Ede" genannt) beiwohnten. Mitgeschleppt hatte mich mein damaliger Arbeitskollege von BMW-Dresden. Es kam, wie es kommen musste. Schon beim hautnahen Zuschauen wurde ich infiziert, doch die Erfurcht ergriff mich...hatte ich mir das wirklich richtig überlegt?! Am Abend erhielt nun jeder seinen mit der Veranstaltung gebuchten Reifensatz. Mir kommt das noch vor wie gestern, jedenfalls handelte es sich um einen Satz Supercorsa in SC2 vorn und hinten.
Reifen und Felgen irgendwie zum Reifenservice gebuckelt, stand da so ein wortkarger und finster drein schauender Typ rum und machte sich drauf und dran, meine Reifen aufzuziehen. Um die wortlose Stimmung etwas aufzumischen fragte ich den Typen in meiner Übermotivation, welche wohl den ganzen auf mich einwirkenden Eindrücken geschuldet war, ob er denn auch schon mal selbst gefahren sei. Die Antwort war ein recht ausführliches "Hmm".
"Wer weiß, was dem für ne Laus über die Leber gelaufen ist" dachte ich mir und berichtete den Kumpels umgehend, sie sollten doch den Reifenlutz da vorn lieber nicht vollquatschen.
Kurzer Zeitsprung... ein paar Wochen später ging es gleich wieder auf die Piste. Waren wie eine Horde Zigeuner mit nem runtergerittenen Opel Campo nach Brünn geritten, Moped irgendwie quer auf die Ladefläche gerammelt, die anderen beiden auf dem Anhänger. Als die Jungs am Morgen feixend von der Anmeldung zurückkamen, meinten sie nur, sie hätten den Reifenlutz gesehen. Ich also ebenfalls zur Anmeldung... da war er also, der Reifenlutz. Auf einem gefühlt lebensgroßen Plakat prangerte er. Zu lesen war "Rico Penzkofer, Team Bike-Promotion". Im ersten Moment wollte ich noch im Boden versinken vor Scham, konnte mir dann aber das Lachen nicht verkneifen.
Ich habe seitdem immer deinen Werdegang verfolgt und tue es immer noch. Am 22.12.2011 wurde ich nun an der rechten Hand operiert (oh Wunder, die Rennstreckenfahrerei ist Schuld). Als Motivation brachte mir meine Freundin die FASTBIKE sowie das noch von 2003 in meinem Schrank liegende T-Shirt der damaligen Pirelli-Days ins Krankenhaus. Ich fühlte mich beim Lesen (das T-Shirt tragend) irgendwie zurückversetzt in der Zeit. Und hee, wieviele Leute können schon behaupten, dass ihnen der Penzkofer auf der Strecke die Reifen aufgezogen hat. ;-) Jedenfalls wirst du für uns immer (liebevoll) der "Reifenlutz" bleiben, was du uns hoffentlich nachsehen wirst.
Auch wenn es diese Mail auf Grund der OP leider nicht rechtzeitig zur FASTBIKE Redaktion geschafft haben, war es mir doch ein Bedürfnis, diese Zeilen zu schreiben, schließlich stehen sie diese Gedanken in unmittelbarem Zusammenhang mit meinem Einstieg zur Rennstreckenfahrerei... zumal ich momentan viel Zeit habe und diese beim einhändigen Tippen auch brauche. ;-)
Leute wie du sind Schuld daran, dass ich die Urlaubsplanungen an Renntrainings orientiere, einen Haufen Kohle vermeintlich sinnlos durch den Ofen blase und Außenstehende immer wieder verständnislos die selbe Platte auflegen... und genau aus diesem Grund wünsche ich dir weiter viel Erfolg auf und abseits der Strecke sowie weiterhin gute Genesung vom Halle-Saale-Sturz. Und wenn´s hilft darfst du den "Reifenlutz" gern deinem Vokabular für´s nächste Fluchen unter dem Helm hinzufügen...
Bis denne,
Gruß René
Hi Rico oder auch "Reifenlutz" (Aufklärung später),
im Jahr 2003 absolvierte ich im betagten Alter von 25 Jahren mein erstes Rennstreckentraining mit einer guten alten (dicken) ZX7R, welche mir anschließend noch ein paar Jahre die Treue hielt. Es ging an den Lausitzring zu den durch Bike-Promotion veranstalteten Pirelli-Days. Die Veranstaltung fand damals direkt im Anschluss an das IDM-Wochenende statt, dem wir als Daumendrücker in Udo Reichmann´s Box (damals auch von einigen liebevoll "Kiesbett-Ede" genannt) beiwohnten. Mitgeschleppt hatte mich mein damaliger Arbeitskollege von BMW-Dresden. Es kam, wie es kommen musste. Schon beim hautnahen Zuschauen wurde ich infiziert, doch die Erfurcht ergriff mich...hatte ich mir das wirklich richtig überlegt?! Am Abend erhielt nun jeder seinen mit der Veranstaltung gebuchten Reifensatz. Mir kommt das noch vor wie gestern, jedenfalls handelte es sich um einen Satz Supercorsa in SC2 vorn und hinten.
Reifen und Felgen irgendwie zum Reifenservice gebuckelt, stand da so ein wortkarger und finster drein schauender Typ rum und machte sich drauf und dran, meine Reifen aufzuziehen. Um die wortlose Stimmung etwas aufzumischen fragte ich den Typen in meiner Übermotivation, welche wohl den ganzen auf mich einwirkenden Eindrücken geschuldet war, ob er denn auch schon mal selbst gefahren sei. Die Antwort war ein recht ausführliches "Hmm".
"Wer weiß, was dem für ne Laus über die Leber gelaufen ist" dachte ich mir und berichtete den Kumpels umgehend, sie sollten doch den Reifenlutz da vorn lieber nicht vollquatschen.
Kurzer Zeitsprung... ein paar Wochen später ging es gleich wieder auf die Piste. Waren wie eine Horde Zigeuner mit nem runtergerittenen Opel Campo nach Brünn geritten, Moped irgendwie quer auf die Ladefläche gerammelt, die anderen beiden auf dem Anhänger. Als die Jungs am Morgen feixend von der Anmeldung zurückkamen, meinten sie nur, sie hätten den Reifenlutz gesehen. Ich also ebenfalls zur Anmeldung... da war er also, der Reifenlutz. Auf einem gefühlt lebensgroßen Plakat prangerte er. Zu lesen war "Rico Penzkofer, Team Bike-Promotion". Im ersten Moment wollte ich noch im Boden versinken vor Scham, konnte mir dann aber das Lachen nicht verkneifen.
Ich habe seitdem immer deinen Werdegang verfolgt und tue es immer noch. Am 22.12.2011 wurde ich nun an der rechten Hand operiert (oh Wunder, die Rennstreckenfahrerei ist Schuld). Als Motivation brachte mir meine Freundin die FASTBIKE sowie das noch von 2003 in meinem Schrank liegende T-Shirt der damaligen Pirelli-Days ins Krankenhaus. Ich fühlte mich beim Lesen (das T-Shirt tragend) irgendwie zurückversetzt in der Zeit. Und hee, wieviele Leute können schon behaupten, dass ihnen der Penzkofer auf der Strecke die Reifen aufgezogen hat. ;-) Jedenfalls wirst du für uns immer (liebevoll) der "Reifenlutz" bleiben, was du uns hoffentlich nachsehen wirst.
Auch wenn es diese Mail auf Grund der OP leider nicht rechtzeitig zur FASTBIKE Redaktion geschafft haben, war es mir doch ein Bedürfnis, diese Zeilen zu schreiben, schließlich stehen sie diese Gedanken in unmittelbarem Zusammenhang mit meinem Einstieg zur Rennstreckenfahrerei... zumal ich momentan viel Zeit habe und diese beim einhändigen Tippen auch brauche. ;-)
Leute wie du sind Schuld daran, dass ich die Urlaubsplanungen an Renntrainings orientiere, einen Haufen Kohle vermeintlich sinnlos durch den Ofen blase und Außenstehende immer wieder verständnislos die selbe Platte auflegen... und genau aus diesem Grund wünsche ich dir weiter viel Erfolg auf und abseits der Strecke sowie weiterhin gute Genesung vom Halle-Saale-Sturz. Und wenn´s hilft darfst du den "Reifenlutz" gern deinem Vokabular für´s nächste Fluchen unter dem Helm hinzufügen...
Bis denne,
Gruß René

Der Helm ist weg.
Herzlichen Glückwunsch
an unseren Gewinner.
Der Gewinner unserer Verlosung aus FASTBIKE 0411 steht fest: Gixxer-Pilot Achim L. aus Gärtringen hat den handsignierten Original X-Lite X-802 gewonnen, mit dem der deutsche RoadRacing-Star Rico Penzkofer dieses Jahr die TT auf der Isle of Man gefahren ist. Als großer Fan hatte Achim einen netten Gruß an Rico geschickt, den wir – neben den vielen anderen Grußbotschaften – natürlich weiter geleitet haben.
Viel Spaß mit dem Helm, lieber Achim. Ach ja: Und wir sind schwerst neidisch auf Deine großartige Werkstatt. Sag Bescheid, wenn darin eine Wohnung frei wird...
Viel Spaß mit dem Helm, lieber Achim. Ach ja: Und wir sind schwerst neidisch auf Deine großartige Werkstatt. Sag Bescheid, wenn darin eine Wohnung frei wird...
Willkommen 2012!
Ach komm, neues Jahr – sei kein Schwein. Bring unseren Lesern und Fans viel Gesundheit, Glück und Geld, immer trockenen Asphalt und tiefe Rundenzeiten.
Wir wünschen Euch alles Gute für 2012 und hoffen, dass ihr uns weiterhin genauso großartig unterstützt wie im vergangenen Jahr!
Eure FASTBIKE Redaktion.
Wir wünschen Euch alles Gute für 2012 und hoffen, dass ihr uns weiterhin genauso großartig unterstützt wie im vergangenen Jahr!
Eure FASTBIKE Redaktion.
Aufräumen 2011
Marc Mosers Wildcard
bei der Supersport WM.
Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester verbringen wir – wie viele andere auch – mit Sortiererei, Ablage und Archiv. Es wird dabei einiges wieder an die Oberfläche gespült, was man eigentlich schon längst erledigt haben wollte.
Dazu gehört auf jeden Fall auch die Würdigung eines junges Mannes aus dem hessischen Dieburg: Marc Moser (Triple M Racing) startete mit einer Wildcard im September beim WM-Lauf am Nürburgring. Unter den wilden 33 der Supersport WM qualifizierte sich Marc, der erst ein paar Tage zuvor volljährig wurde, mit der Startnummer 43 als Dreizehnter (Best lap: 2:00,889) und beendete am Sonntag das Rennen auf einem starken Platz 18.
Seine IDM Supersport-Saison war ebenfalls erfolgreich: Mit einem Laufsieg am Sachsenring schaffte es Marc Moser auf Platz 6 der Meisterschaftswertung. Seit dem IDM-Lauf am Schleizer Dreieck übernahm Dietmar Franzen wieder die technische Leitung des Teams. Moser fuhr bereits in den Jahren 2009 und 2010 bei Franzens Team G-LAB Racing / Sport Evolution.
Infos:
Sport Evolution
Fotos:
Buenos Dias
Dazu gehört auf jeden Fall auch die Würdigung eines junges Mannes aus dem hessischen Dieburg: Marc Moser (Triple M Racing) startete mit einer Wildcard im September beim WM-Lauf am Nürburgring. Unter den wilden 33 der Supersport WM qualifizierte sich Marc, der erst ein paar Tage zuvor volljährig wurde, mit der Startnummer 43 als Dreizehnter (Best lap: 2:00,889) und beendete am Sonntag das Rennen auf einem starken Platz 18.
Seine IDM Supersport-Saison war ebenfalls erfolgreich: Mit einem Laufsieg am Sachsenring schaffte es Marc Moser auf Platz 6 der Meisterschaftswertung. Seit dem IDM-Lauf am Schleizer Dreieck übernahm Dietmar Franzen wieder die technische Leitung des Teams. Moser fuhr bereits in den Jahren 2009 und 2010 bei Franzens Team G-LAB Racing / Sport Evolution.
Infos:
Sport Evolution
Fotos:
Buenos Dias
Fast Christmas
„Nützliches schenken", sagt die Oma immer. Etwas sinnvolleres als ein limitiertes FASTBIKE T-Shirt oder ein Geschenkkabo mit Grußkarte können wir uns überhaupt nicht vorstellen. Alles bei uns hier im Shop!
T-Shirts sind noch in begrenzter Anzahl/Größen vorhanden - first come, first serve. Mit den Hoodies und Wheelskinzz wird es schon nix mehr bis Heiligabend - aber bald ist ja schon Valentinstag...
T-Shirts sind noch in begrenzter Anzahl/Größen vorhanden - first come, first serve. Mit den Hoodies und Wheelskinzz wird es schon nix mehr bis Heiligabend - aber bald ist ja schon Valentinstag...
Schnell mal
Essen gehen
Motorräder auf der
Essen Motorshow.
Die alljährliche Motorshow in Essen ist eine Art Werkschau der Vierradkultur. Von automobilhistorischem Millionärsspielzeug und Dreamcars über Enddarm-torpedierendes Carhifi-Equipment und getönten Blinkergläsern aller erdenklichen Art bis hin zu durchaus sinnvollen Fahrzeugen wie Autoscooter mit 4WD und aufgeladenem V8-Motor: hier findet wohl jeder etwas, was ihm Spaß macht. Seit zwei Jahren haben auch die Motorräder eine Ecke in Essen, dieses Jahr sogar die ganze Halle 4. Und obwohl das vergleichsweise immer noch nicht üppig ist, lassen sich die dortigen Exponate und Aussteller erfreulicherweise überwiegend dem Sportbereich zuordnen.
In der Fotogalerie findet ihr ein paar Impressionen aus der Halle 4. Leider wirklich nur ein paar, denn traditionell lässt es sich hier faszinierend schlecht fotografieren. Also lieber hinfahren, ein Ticket knipsen und einen unterhaltsamen Tag verleben.
Die Essen Motorshow ist noch bis zum 4. Dezember geöffnet. Preise: 16 Euro, ermäßigt 13 Euro, Kinder unter 8 Jahren frei. Nachmittagsticket (Mo-Fr, ab 15.00 Uhr) gibt es schon für laue 9 Euro.
In der Fotogalerie findet ihr ein paar Impressionen aus der Halle 4. Leider wirklich nur ein paar, denn traditionell lässt es sich hier faszinierend schlecht fotografieren. Also lieber hinfahren, ein Ticket knipsen und einen unterhaltsamen Tag verleben.
Die Essen Motorshow ist noch bis zum 4. Dezember geöffnet. Preise: 16 Euro, ermäßigt 13 Euro, Kinder unter 8 Jahren frei. Nachmittagsticket (Mo-Fr, ab 15.00 Uhr) gibt es schon für laue 9 Euro.
Chill-out statt
Flat-out
Unsere Winterausgabe 0411
ab heute im Handel!
Mit unserer Winter-Ausgabe geben wir Euch ein Stück Sommer und Sonne zurück. Mit Reportagen über das Langstreckenrennen im japanischen Suzuka oder den spektakulären Gold Cup in Nordengland versüßen wir die Wartezeit auf die nächste Saison.
Dazu gibt es den ersten Fahrbericht der modellgepflegten BMW S1000RR 2012, dem verkaufsstärksten Superbike in Deutschland. Für Classic Superbike-Fans stellen wir zwei besonderes schöne Umbauten vor und haben den neuen 18-Zoll Conti ClassicRace getestet. Die Reportage über das Biketoberfest in Oschersleben ist sowohl für Alteisen-Piloten als auch für Freunde brandaktuellem Materials unbedingt geeignet. Wir berichten über die englische Superbike-Meisterschaft (BSB) und geben tiefe Einblicke in die Arbeit des BMW Motorrad Motorsport-Teams, bei dem wir drei Tage lang beim Superbike-WM-Lauf am Nürburgring zu Gast waren.
Dies alles und vieles andere mehr für Aufzynder und Schrauber in der neuen FASTBIKE 0411 (Dezember 2011 bis Februar 2012) – ab heute, dem 24.11. an einschlägigen Tankstellen, Zeitschriftenhändlern, Bahnhöfen und Airports.
Dazu gibt es den ersten Fahrbericht der modellgepflegten BMW S1000RR 2012, dem verkaufsstärksten Superbike in Deutschland. Für Classic Superbike-Fans stellen wir zwei besonderes schöne Umbauten vor und haben den neuen 18-Zoll Conti ClassicRace getestet. Die Reportage über das Biketoberfest in Oschersleben ist sowohl für Alteisen-Piloten als auch für Freunde brandaktuellem Materials unbedingt geeignet. Wir berichten über die englische Superbike-Meisterschaft (BSB) und geben tiefe Einblicke in die Arbeit des BMW Motorrad Motorsport-Teams, bei dem wir drei Tage lang beim Superbike-WM-Lauf am Nürburgring zu Gast waren.
Dies alles und vieles andere mehr für Aufzynder und Schrauber in der neuen FASTBIKE 0411 (Dezember 2011 bis Februar 2012) – ab heute, dem 24.11. an einschlägigen Tankstellen, Zeitschriftenhändlern, Bahnhöfen und Airports.
Königklasse D!
Stefan Bradl fährt 2012
in der MotoGP
Vor einigen Wochen hätten wir noch Stein und Bein darauf geschworen, dass Marc Marquez auch als Vize den besseren Deal schnappt, aber jetzt ist es wirklich fix und ziemlich sensationell: Wir werden 2012 wieder einen deutschen Fahrer in der MotoGP haben. Wer hätte das gedacht?
Stefan Bradl wird in den kommenden zwei Jahren bei LCR Honda im Team von Lucio Cecchinello fahren. Wie die ersten Ergebnisse der Valencia-Tests mit der RC212V zeigen, wird es wohl hoffentlich kein zweites Elias-Syndrom geben. Stefan wird auch nicht mit der diesjährigen 800er Vorlieb nehmen müssen, sondern bekommt die neue, werksunterstützte RC213V mit 1.000 ccm. Kiefer-Racing guckt jetzt natürlich ein wenig in die Röhre, aber wer würde Stefan übel nehmen, dass er trotz mündlicher Zusage für eine weitere Moto2-Saison bei Kiefer das Angebot von LCR angenommen hat? It's now or never...
Herzlichen Glückwunsch, Stefan. Herzlichen Glückwunsch, Motorrad-Deutschland!
Stefan Bradl wird in den kommenden zwei Jahren bei LCR Honda im Team von Lucio Cecchinello fahren. Wie die ersten Ergebnisse der Valencia-Tests mit der RC212V zeigen, wird es wohl hoffentlich kein zweites Elias-Syndrom geben. Stefan wird auch nicht mit der diesjährigen 800er Vorlieb nehmen müssen, sondern bekommt die neue, werksunterstützte RC213V mit 1.000 ccm. Kiefer-Racing guckt jetzt natürlich ein wenig in die Röhre, aber wer würde Stefan übel nehmen, dass er trotz mündlicher Zusage für eine weitere Moto2-Saison bei Kiefer das Angebot von LCR angenommen hat? It's now or never...
Herzlichen Glückwunsch, Stefan. Herzlichen Glückwunsch, Motorrad-Deutschland!

Fertig!
FASTBIKE 0411 ist gedruckt.
Wir freuen uns ja über jeden Besuch, aber ganz besonders freuen wir uns über den Spediteur, der uns alle drei Monate die Palette mit unseren Hausexemplaren in den Hof stellt. Gestern war es wieder so weit: Die FASTBIKE 0411 ist gedruckt!
Im Handel ist das Heft am Donnerstag, den 24.11. - Abonnenten haben sie wie immer ein paar Tage früher im Briefkasten.
Im Handel ist das Heft am Donnerstag, den 24.11. - Abonnenten haben sie wie immer ein paar Tage früher im Briefkasten.
EICMA 2011, Teil 1:
Ducati Panigale
Ducati begeistert die Fans und
schockiert den Wettbewerb.
Sie hätte eigentlich gar nicht sein müssen. Ducatis aktuelles Superbike 1198/S/R hat gerade mit Carlos Checa souverän die Superbike-WM gewonnen und wirkt weder optisch noch technisch angestaubt.
Um so überraschender war die Vorstellung der radikal neuen 1199 Panigale auf der EICMA 2011. Technische Details über den neuen "Superquadro"-Motor waren uns bereits seit einigen Wochen durch eine interne Facebook-Technik-Diskussionsrunde von Ducati bekannt: Riesige 112-mm-Bohrung, Drehzahlbegrenzung bei 11.500 RPM, neue Kurbelwellen-Gleitlagerung, DLC-Beschichtungen, Wasserpumpe ähnlich der aus der Desmosedici, Titan-Ventile, beschichtete Kipphebel, automatische Dekompressions-Vorrichtung an den Nockenwellen, Slipperkupplung im Ölbad statt der markentypischen Trockenkupplung u.v.a.m. Nur ungefähr 20 der ca. 500 Motoreneinzelteile sind unverändert übernommen worden.
Und es war klar, dass die „Panigale" mit noch einem markentypischen Technikelement brechen würde: Kein Gitterrohrrahmen, sondern ein Monocoque aus Aluguss, das den Lenkkopf aufnimmt und gleichzeitig als Airbox dient. Dazu ein Underengine-Auspuff statt dem seit der 916er-Baureihe so Ducati-Superbike-typischem Underseat-Auspuff im Heck – ein Hilfsrahmen am Monocoque wäre etwas widersinnig gewesen. Konnte das Resultat denn überhaupt aussehen wie ein echtes Ducati-Superbike?
Jetzt ist klar: es kann! Wie (natürlich subjektiv) schön sie ist, zeigen die Bilder - das braucht man nicht beschreiben. Der Motor soll 195 PS bei 10.750 RPM leisten und ein Drehmoment von 132 Nm bei 9.000 RPM auf den 200er Pirelli Supercorsa SP schaufeln. Ungefähr bei 8.250 RPM übertrifft der Output des neuen „Superquadro“ den Motor der 1198. Die Einspritzung stammt erstmals von Mitsubshi, nicht mehr von Magneti Marelli. Sie besitzt doppelte Einspritzdüsen, volles Ride-by-wire und eliptische Drosselklappen. Brembo konstruierte eigens für die 1199 neue Bremszangen und eine neue Radialbremspumpe. Die „M50“-Monoblocs sind bei gleicher Performance deutlich kleiner und 6% leichter als die bisherigen Zangen.
Viele wird es freuen, manche eher weniger: In punkto Elektronik-Features schießt die Panigale den Vogel ab. Neben dem erwähnten Ride-by-wire-Gas sind die beiden S-Modelle mit einem elektronisch verstellbarem Öhlins-Fahrwerk ausgestattet. Die Set-ups der NIX30-Gabel und dem TTX36-Federbein werden also zusammen mit der Wahl der verschiedenen Riding-Modes verändert. Dazu gibt's ESP und Einparkhilfe... nein sorry... Traktionskontrolle, elektronische Motorbremse, Quickshifter, ein Datalogging-System, TFT-Cockpit und optional sogar ein ABS-System.
Kommen wir zu etwas auch für Puristen erfreulichem: Das Trockengewicht gibt Ducati mit sensationellen 168 kg an. Damit ist die 1199 vier Kilo leichter als die 848 EVO! Fahrfertig und fast vollgetankt wiegt die Schönheit aus Borgo Panigale (daher der Namenzusatz) immer noch nur schlanke 188 kg.
Nachteile? Naja, die überbordende Elektronik werden manche Käufer und auch Rennteams nicht unbedingt als Vorteil empfinden. Letztere hätten sich auch über ein Kassettengetriebe gefreut (was aber aus Steifigkeitsgründen nicht geht) und werden sich an einer weiteren Leistungssteigerung erstmal die Zähne ausbeißen. Wie sich Krümmerführung und Endtöpfe in Bezug auf Vibrationen und Hitze verhalten, wird sich zeigen. Und dann wäre da auch noch der Preis: Ab ca. 20.000 Euro gehts los, die „1199 Panigale S Tricolore" wird hart an der 30.000 Euro-Grenze kratzen. Aber echte Ducatisti wird das nicht abschrecken und für das Geld bekommt man wirklich ein wunderschönes und begehrenswertes Stück supersportliche Motorradkultur...
Um so überraschender war die Vorstellung der radikal neuen 1199 Panigale auf der EICMA 2011. Technische Details über den neuen "Superquadro"-Motor waren uns bereits seit einigen Wochen durch eine interne Facebook-Technik-Diskussionsrunde von Ducati bekannt: Riesige 112-mm-Bohrung, Drehzahlbegrenzung bei 11.500 RPM, neue Kurbelwellen-Gleitlagerung, DLC-Beschichtungen, Wasserpumpe ähnlich der aus der Desmosedici, Titan-Ventile, beschichtete Kipphebel, automatische Dekompressions-Vorrichtung an den Nockenwellen, Slipperkupplung im Ölbad statt der markentypischen Trockenkupplung u.v.a.m. Nur ungefähr 20 der ca. 500 Motoreneinzelteile sind unverändert übernommen worden.
Und es war klar, dass die „Panigale" mit noch einem markentypischen Technikelement brechen würde: Kein Gitterrohrrahmen, sondern ein Monocoque aus Aluguss, das den Lenkkopf aufnimmt und gleichzeitig als Airbox dient. Dazu ein Underengine-Auspuff statt dem seit der 916er-Baureihe so Ducati-Superbike-typischem Underseat-Auspuff im Heck – ein Hilfsrahmen am Monocoque wäre etwas widersinnig gewesen. Konnte das Resultat denn überhaupt aussehen wie ein echtes Ducati-Superbike?
Jetzt ist klar: es kann! Wie (natürlich subjektiv) schön sie ist, zeigen die Bilder - das braucht man nicht beschreiben. Der Motor soll 195 PS bei 10.750 RPM leisten und ein Drehmoment von 132 Nm bei 9.000 RPM auf den 200er Pirelli Supercorsa SP schaufeln. Ungefähr bei 8.250 RPM übertrifft der Output des neuen „Superquadro“ den Motor der 1198. Die Einspritzung stammt erstmals von Mitsubshi, nicht mehr von Magneti Marelli. Sie besitzt doppelte Einspritzdüsen, volles Ride-by-wire und eliptische Drosselklappen. Brembo konstruierte eigens für die 1199 neue Bremszangen und eine neue Radialbremspumpe. Die „M50“-Monoblocs sind bei gleicher Performance deutlich kleiner und 6% leichter als die bisherigen Zangen.
Viele wird es freuen, manche eher weniger: In punkto Elektronik-Features schießt die Panigale den Vogel ab. Neben dem erwähnten Ride-by-wire-Gas sind die beiden S-Modelle mit einem elektronisch verstellbarem Öhlins-Fahrwerk ausgestattet. Die Set-ups der NIX30-Gabel und dem TTX36-Federbein werden also zusammen mit der Wahl der verschiedenen Riding-Modes verändert. Dazu gibt's ESP und Einparkhilfe... nein sorry... Traktionskontrolle, elektronische Motorbremse, Quickshifter, ein Datalogging-System, TFT-Cockpit und optional sogar ein ABS-System.
Kommen wir zu etwas auch für Puristen erfreulichem: Das Trockengewicht gibt Ducati mit sensationellen 168 kg an. Damit ist die 1199 vier Kilo leichter als die 848 EVO! Fahrfertig und fast vollgetankt wiegt die Schönheit aus Borgo Panigale (daher der Namenzusatz) immer noch nur schlanke 188 kg.
Nachteile? Naja, die überbordende Elektronik werden manche Käufer und auch Rennteams nicht unbedingt als Vorteil empfinden. Letztere hätten sich auch über ein Kassettengetriebe gefreut (was aber aus Steifigkeitsgründen nicht geht) und werden sich an einer weiteren Leistungssteigerung erstmal die Zähne ausbeißen. Wie sich Krümmerführung und Endtöpfe in Bezug auf Vibrationen und Hitze verhalten, wird sich zeigen. Und dann wäre da auch noch der Preis: Ab ca. 20.000 Euro gehts los, die „1199 Panigale S Tricolore" wird hart an der 30.000 Euro-Grenze kratzen. Aber echte Ducatisti wird das nicht abschrecken und für das Geld bekommt man wirklich ein wunderschönes und begehrenswertes Stück supersportliche Motorradkultur...


